Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein Gesetz erlassen, das dem Sicherheitsdienst Russlands (FSB) erlaubt, die Mobiltelefonie für Abonnenten zu unterbrechen, ohne dass die Betreiber für diese Unterbrechungen verantwortlich sind.
Das Gesetz wurde kürzlich von beiden Kammern des russischen Parlaments genehmigt und ändert das Kommunikationsgesetz. Ursprünglich sah der Entwurf vor, dass der FSB die Einschränkung der Kommunikation nur zum Schutz der Sicherheit der Bürger und des Staates anfordern konnte, aber diese Bestimmung wurde in der endgültigen Fassung gestrichen. Obwohl die Umstände, unter denen das Netzwerk getrennt wird, nicht spezifiziert sind, befürchten Aktivisten willkürliche Entscheidungen. Das Gesetz tritt zehn Tage nach der Veröffentlichung in Kraft. Derzeit sehen sich viele Regionen Russlands häufigen Unterbrechungen der Internetverbindung gegenüber, und die vom Kreml auferlegte Zensur hat den Zugang zu Informationen erheblich beeinträchtigt. Außerdem wird erwartet, dass das Messaging-Netzwerk Telegram am 1. April blockiert wird, was bei den Nutzern Unmut ausgelöst hat.
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