Das Pentagon erwägt den Abzug von etwa 25.000 in Europa stationierten US-Soldaten. Eines der Szenarien sieht eine Reduzierung der Truppenstärke um bis zu 40.000 Personen vor, berichtete NBC News am Donnerstag. Eine endgültige Entscheidung wurde noch nicht getroffen.
General Alexus Grynkewich, Befehlshaber des US-Europakommandos und der alliierten Streitkräfte in Europa, soll US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am Freitag eine erste geheime Bewertung vorlegen. Eine endgültige Empfehlung könnte bis zum 6. November übermittelt werden.
Die geprüften Pläne umfassen den Abzug von Flugzeugen, Schiffen und militärischer Ausrüstung. Deutschland, Italien und Spanien könnten zu den am stärksten betroffenen Staaten gehören. Gleichzeitig könnten einige US-Truppen und -Fähigkeiten in NATO-Staaten in Osteuropa verlegt werden, näher an Russland.
Derzeit sind etwa 80.000 US-Soldaten in Europa stationiert, davon rund 10.000 in Polen. Die Analyse begann im Juni vor dem Hintergrund des Drucks der Trump-Regierung auf die europäischen Verbündeten, mehr Verantwortung für ihre eigene Verteidigung zu übernehmen.
Der mögliche Abzug hat im Kongress Besorgnis ausgelöst. Ein Gesetzentwurf zur Verteidigungspolitik für 2026 begrenzt eine Reduzierung der Truppenstärke in Europa auf mindestens 76.000 Soldaten, es sei denn, bestimmte Bedingungen hinsichtlich Sicherheit und parlamentarischer Konsultation sind erfüllt.
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