Der paraguayische Präsident Santiago Peña wurde am Freitag vom Kongress abgesetzt und kurz darauf unter Hausarrest gestellt. Hintergrund ist eine Bankenkrise, die 2,9 Millionen Menschen den Zugang zu ihren Konten verwehrte. Die 44 anwesenden Senatoren stimmten für seine Amtsenthebung und warfen ihm Pflichtverletzungen sowie die Begünstigung der Ueno-Bank vor.
Die Zentralbank ordnete am Montag wegen Zahlungsunfähigkeit die Abwicklung der Ueno-Bank an. Die Maßnahme blockierte die Gelder der Kunden, die etwa 60 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Paraguays ausmachen. Die Menschen konnten das Geld nicht einmal für grundlegende Einkäufe verwenden. In Asunción kam es zu Protesten, die teilweise in Zusammenstöße mit der Polizei ausarteten.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Peña betreffen illegale Bereicherung, Geldwäsche und Einflussnahme. Er versuchte zurückzutreten, um den Status eines Senators auf Lebenszeit zu erhalten, doch der Kongress lehnte seinen Rücktritt ab. Vizepräsident Pedro Alliana legte den Amtseid als neuer Staatschef ab.
Peña wird vorgeworfen, die Expansion der Ueno-Bank unterstützt zu haben. Er hatte den ehemaligen Leiter der Institution an die Spitze der Zentralbank berufen und bis April 2025 Ueno-Aktien gehalten.rayele
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