Österreich wird ein Referendum abhalten, um über die Verlängerung des verpflichtenden Militärdienstes zu entscheiden, kündigte der Kanzler Christian Stocker an. Das Ergebnis der Abstimmung wird für die politischen Parteien und die Regierung als verbindlich angesehen. Ein kürzliches Vorschlag einer Gruppe von Experten schlägt vor, den Grundwehrdienst von sechs auf acht Monate zu verlängern, gefolgt von zwei Monaten verpflichtendem Reservetraining. Die aktuellen geopolitischen Spannungen unterstreichen die Notwendigkeit zu handeln, erklärte der Vorsitzende der Kommission, Erwin Hameseder.
Österreich, das kein NATO-Mitglied ist, sieht sich mit Mängeln in seinen Streitkräften konfrontiert und hat eine Berufsarmee sowie eine Reserve von etwa 50.000 Soldaten, die im Krisenfall mobilisiert werden können. Während viele Länder in Westeuropa den verpflichtenden Militärdienst abgeschafft haben, hält Österreich weiterhin an diesem Dienst für Männer ab 18 Jahren fest und bietet auch die Option eines alternativen Zivildienstes an.
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