Patienten in Österreich warten im öffentlichen Gesundheitssystem durchschnittlich 34 Tage auf einen Facharzttermin. Das geht aus einer zwischen Mai und September 2026 durchgeführten Studie hervor. Die längste Wartezeit von 65 Tagen wurde in der Inneren Medizin verzeichnet – ein Rekordwert in der zitierten Untersuchung.
Auch in anderen Fachbereichen ist die Situation schwierig. Auf einen Termin in der Neurologie warten Patienten 50 Tage, in der Kardiologie 45 Tage. Zudem nehmen rund ein Drittel der öffentlichen Ordinationen keine neuen Patienten mehr auf. Dadurch sind die Betroffenen gezwungen, mehrere Ärzte zu kontaktieren, bevor sie einen Termin bekommen.
Die regionalen Unterschiede sind beträchtlich. In Wien beträgt die mediane Wartezeit 22 Tage, während sie im Burgenland 53 Tage und in Vorarlberg 46 Tage erreicht. In bestimmten Regionen und Fachbereichen sind die Wartezeiten noch länger: 88 Tage für Urologie in der Steiermark und 78 Tage für Innere Medizin in Oberösterreich.
Die Studie basiert auf 1.601 Terminanfragen und umfasste reguläre sowie Vorsorgeuntersuchungen, nicht jedoch Notfälle. In acht der untersuchten Fachbereiche sind die Wartezeiten gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Patienten, die sich das Warten nicht leisten können, werden in die private Medizin gedrängt, wo die Untersuchungen direkt oder über eine Zusatzversicherung bezahlt werden müssen.
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