In einer Rede mit starken strategischen Akzenten betonte der Führer von Élysée, dass Europa seine Interessen ohne Zögern verteidigen muss. Macron bestand darauf, dass die Gemeinschaft nicht "vor den Bullys" ("bully") einknicken darf, und bezog sich dabei auf geopolitische Akteure (nicht namentlich genannt), die Gewalt oder wirtschaftlichen Druck einsetzen, um den Kontinent zu destabilisieren.
In gleichem Maße zog der französische Präsident eine rote Linie in Bezug auf die Innenpolitik der Union. Macron warnte, dass die Einhaltung des Rechtsstaatsprinzips nicht optional und auch nicht verhandelbar ist, da es die wesentliche Säule ist, die die Architektur des europäischen Projekts stützt. Die Erklärung wurde als klare Warnung an die Mitgliedstaaten interpretiert, die die Grenzen der liberalen Demokratie testen, und betonte, dass europäische Mittel und Vorteile strikt an die Einhaltung der Justiz gebunden sind.
Sein Eingreifen kommt zu einem Zeitpunkt der Neugestaltung der globalen Ordnung, wobei Macron für ein Europa plädiert, das als eigenständige Macht agiert, die in der Lage ist, ihr demokratisches Modell zu schützen, ohne Opfer externer Machtspiele zu werden.
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