Lettland hat bei der Europäischen Union zusätzliche Mittel beantragt, um die Folgen des Krieges in der Ukraine zu bewältigen. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Riga die Verteidigungsausgaben nach dem Einmarsch Russlands deutlich erhöht hat. Der Antrag erfolgt auch im Kontext einer innenpolitischen Debatte und bevorstehender nationaler Wahlen. Der Premierminister argumentierte, dass das Land für seinen Beitrag zur Sicherheit anderer Staaten eine besondere Berücksichtigung verdiene.
Parallel dazu hat die EU auf europäischer Ebene die Freigabe militärischer Hilfe für die Ukraine vereinbart, da Kiew mit einem Finanzierungsdefizit im Verteidigungshaushalt konfrontiert ist. Die Mittel sind an europäische Unterstützungsmechanismen und die teilweise Erstattung der gelieferten Waffen und Munition gebunden. Die Gespräche über die Deckung des Defizits wurden der Europäischen Kommission und den internationalen Finanzinstitutionen angetragen.
Darüber hinaus hat die Ukraine die europäischen Staats- und Regierungschefs um zusätzliche finanzielle Unterstützung gebeten und ihren budgetären Verteidigungsbedarf dargelegt, unter anderem durch Anträge auf vorzeitige Auszahlung bestimmter Tranchen. In diesem Rahmen umfassen die europäischen Gespräche auch die Zukunft des mehrjährigen Haushalts, während die Staats- und Regierungschefs die Entwicklung des Krieges und Möglichkeiten zur Aufrechterhaltung der Unterstützung für Kiew erörtern werden.