Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte, die Vorwürfe Deutschlands hinsichtlich der Beteiligung Moskaus an einem versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle stellten „im Großen und Ganzen den Beginn eines echten Krieges“ dar. Die Erklärung erfolgte, nachdem Berlin am 1. September bekannt gegeben hatte, dass Russland hinter dem Vorfall gestanden haben soll, der sich im vergangenen Monat ereignet hatte. Lawrow beschuldigte den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz, die Pläne zur Umwandlung Deutschlands in die wichtigste Militärmacht Europas in die Praxis umzusetzen, und erklärte, der deutsche Regierungschef „erklärt uns praktisch den Krieg“.
Die Regierung in Berlin ordnete Maßnahmen gegen Russland an, darunter die Schließung eines Konsulats und eines russischen Kulturzentrums in der Hauptstadt. Moskau wies die Vorwürfe zurück, bezeichnete sie als unbegründet und behauptete, die deutschen Behörden hätten Beweise platziert, um Russland die Verantwortung für den Vorfall zuzuschreiben. Die russische Botschaft bezeichnete die Vorwürfe als absurde und haltlose Provokation. Als Vergeltungsmaßnahme kündigte Moskau die Schließung der Goethe-Institute in Moskau, Sankt Petersburg und Jekaterinburg an.
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