Die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle in der Demokratischen Republik Kongo hat laut der jüngsten Regierungsbilanz 7.000 überschritten. Die Epidemie, die offiziell Mitte Mai ausgerufen wurde, hat sich inzwischen auf eine siebte Provinz ausgebreitet. Experten gehen davon aus, dass die Ausbreitung mehrere Monate lang unentdeckt blieb.
Die Gesundheitsbehörden haben 7.022 Fälle erfasst, von denen 3.398 tödlich endeten. Weitere 837 Menschen befinden sich in Isolation oder werden behandelt. Der Ausbruch wird durch den Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus verursacht. Fachleute warnen, dass die tatsächliche Zahl der Erkrankungen wegen nicht gemeldeter Fälle höher sein könnte.
In der Provinz Ituri im Nordosten des Landes, dem derzeitigen Epizentrum der Epidemie, ist die Zahl der Fälle in mehreren betroffenen Gebieten zuletzt leicht zurückgegangen. Africa CDC hält es für möglich, dass sich der Aufwärtstrend umkehrt. Auch die Sterberate scheint leicht gesunken zu sein, möglicherweise dank eines schnelleren Behandlungsbeginns. Bei Patienten, die kein spezialisiertes Zentrum erreichen, bleibt die Sterblichkeit jedoch hoch.
Ebola wird durch körperlichen Kontakt und Körperflüssigkeiten übertragen. Für den Bundibugyo-Stamm gibt es derzeit weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung.
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