Japan hat am Donnerstag den russischen Botschafter in Tokio, Nikolai Nozdrev, einberufen, um gegen den ersten Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf den Kurilen zu protestieren, einem von Moskau verwalteten und von Tokio beanspruchten Gebiet.
Der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi äußerte einen „energischen Protest“ und forderte, dass dieser dem Kreml übermittelt wird. Motegi bezeichnete den Besuch als „äußerst bedauerlich“ und betonte, dass er die bilateralen Beziehungen negativ beeinflusst und die Gefühle des japanischen Volkes verletzt.
Premierministerin Sanae Takaichi beschrieb den Besuch als „absolut inakzeptabel“ und betonte, dass er die anti-russischen Gefühle in Japan verstärkt. Putin besuchte die Insel Iturup, wo er verschiedene Einrichtungen inspizierte, jedoch keine politischen Botschaften übermittelte.
Im Kontext der Invasion in der Ukraine sind die Beziehungen zwischen den beiden Ländern bereits angespannt. Der Streit um die Kurileninseln reicht bis in die Nachkriegszeit zurück, und die russische Verfassung verbietet die Abtretung von Territorien, was die Situation weiter kompliziert.
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