Italien hat die Aussetzung des Schengen-Abkommens mit Spanien um eine weitere Woche verlängert. Die Maßnahme erfolgte vor dem Hintergrund eines massiven Zustroms von Migranten in die spanische Exklave Ceuta, wie Quellen aus der italienischen Regierung am Freitag gegenüber Reuters und Ansa erklärten.
Die Entscheidung Roms folgt einer ähnlichen Maßnahme Madrids, das das Schengen-Abkommen mit Italien bis zum 22. Oktober ausgesetzt hat. In der kommenden Zeit sollen die Innenminister beider Länder über neue Formen der alternativen Zusammenarbeit beraten.
Italien hatte das Abkommen zunächst am 31. Juli ausgesetzt und die Maßnahme wiederholt verlängert. Als Begründung wurden Sicherheitsgründe nach der Ankunft einer großen Zahl von Migranten in Ceuta angeführt, einem spanischen Gebiet an der Grenze zu Marokko.
Madrid kritisierte die Entscheidung im August und bezeichnete sie als ungerecht, den Interessen der Europäischen Union zuwiderlaufend und gegenüber der spanischen Bevölkerung diskriminierend. Als Reaktion führten die spanischen Behörden stichprobenartige Kontrollen bei Reisenden aus Italien ein.
Die italienische Opposition warf der Regierung Propaganda vor und argumentierte, dass der Zugang nach Ceuta nicht automatisch die Einreise in den Schengen-Raum ermögliche und Italien keine gemeinsame Grenze mit Spanien habe.
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