Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz griff am Donnerstag den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan an, nachdem dieser Israel in seiner Rede vor der UN-Generalversammlung kritisiert hatte. Katz bezeichnete den türkischen Staatschef als „Papiersultan“ und forderte ihn auf, die Angriffe gegen Israel einzustellen.
Erdogan prangerte die Lage im Gazastreifen an, den er als „größten Kinderfriedhof der Welt“ und „unmenschlichstes Konzentrationslager“ unserer Zeit bezeichnete. Der türkische Präsident warf Israel eine „Völkermordmentalität“ vor und forderte die internationale Gemeinschaft auf, den Druck auf die israelischen Behörden zu erhöhen.
Als Reaktion erklärte Katz, Erdogan „umarme und finanziere“ die Hamas, und betonte, Israel handle in legitimer Selbstverteidigung. Der israelische Minister warf dem türkischen Staatschef außerdem vor, nicht eingegriffen zu haben, als Huthi-Rebellen Raketen auf die saudische Stadt Mekka abgefeuert hätten, obwohl die Türkei angeblich ein Abkommen zur Verteidigung Saudi-Arabiens unterzeichnet habe.
Während Erdogans Rede verließ die israelische Delegation den Saal. Der türkische Präsident forderte zudem die Staaten, die Palästina nicht anerkennen, auf, ihre Haltung zu überdenken.
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