Die Hauptstadt Saudi-Arabiens, Riad, wurde am Donnerstag, dem 8. Oktober, von mehreren Explosionen erschüttert, während sich der Konflikt zwischen dem saudischen Königreich und den vom Iran unterstützten Huthi-Milizen verschärft. Diplomaten und Mitarbeiter von Unternehmen suchten Schutz, und internationale Schulen trafen Vorsichtsmaßnahmen; einige Kinder wurden in Keller evakuiert.
Die Huthi bekannten sich zu einem Angriff mit einer ballistischen Rakete auf den internationalen Flughafen King Khalid in Riad und warnten die Fluggesellschaften „zum letzten Mal“, Saudi-Arabien zu meiden. Vorläufige Informationen deuten darauf hin, dass ein Flugzeug auf der Startbahn Feuer gefangen haben könnte und der Angriff möglicherweise einen Brand in einem der Treibstofftanks des Flughafens ausgelöst hat. Die Behörden legten für die Explosionen am Donnerstag zunächst keine Opferbilanz vor.
Einen Tag zuvor hatten Angriffe auf zwei saudische Flughäfen drei Tote und Dutzende Verletzte gefordert. Parallel dazu unterstützt Saudi-Arabien die jemenitische Regierung militärisch bei einer Offensive gegen die Huthi-Rebellen.
Die am Montag gestartete Operation „Morgenröte Jemens“ hat den verfügbaren Informationen zufolge mehr als 330 Todesopfer gefordert, während nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration mehr als 200.000 Menschen vertrieben wurden. Der Konflikt flammte im Juli nach Jahren der Ruhe erneut auf. Die Saudis und ihre Verbündeten fordern internationale Unterstützung, während die Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien die rasche Umsetzung eines im August unterzeichneten Verteidigungsabkommens angekündigt haben.
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