Die Energiegruppe EDF sah sich gezwungen, am Sonntag drei Kernreaktoren aufgrund der intensiven Hitzewelle, die Frankreich betrifft, abzuschalten und warnte, dass weitere sieben eine Produktionsreduzierung benötigen könnten. Diese Maßnahme wird ergriffen, um die Umwelt zu schützen, indem die Ableitung von heißem Wasser in bereits erwärmte Flüsse vermieden wird.
Der Sprecher von EDF versicherte, dass keine Risiken für die nukleare Sicherheit bestehen und dass die Reaktoren bei hohen Temperaturen betrieben werden können, wobei die Grenzen festgelegt sind, um die aquatische Fauna zu schützen. Die betroffenen Reaktoren sind Golfech 2, Bugey 3 und Chooz 2, die 6 % der gesamten Kapazität des französischen Kernkraftwerks ausmachen.
Das Ministerium für Wirtschaft hat eine vorübergehende Ausnahmegenehmigung für das Kraftwerk in Bugey erteilt, die bis zum 20. Juli gültig ist. EDF arbeitet an einem Anpassungsplan an die Auswirkungen des Klimawandels, der auf 8,7 Milliarden Euro für die nächsten 15 Jahre geschätzt wird und Maßnahmen zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der nuklearen Produktion unter extremen Wärmebedingungen umfasst.
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