Die französische Wirtschaft wird 2026 nur um 0,5 % wachsen – weniger als die vorherige Prognose von 0,7 %. Zudem wird die Regierung das Haushaltsdefizit nicht auf 5 % des BIP senken können, wie Finanzminister Roland Lescure am Freitag mitteilte. Die Wachstumsprognose von 1 % für das kommende Jahr hielt der Minister aufrecht.
Die Abwärtsrevision der Schätzungen erschwert die Verabschiedung des Haushalts für 2027 in einem tief gespaltenen Parlament und vor dem Hintergrund der für April und Mai 2027 angesetzten Präsidentschaftswahl in zwei Wahlgängen.
Lescure erklärte, die französische Wirtschaft sei durch die innenpolitische Unsicherheit, steigende Energiepreise, das extreme Wetter im Sommer und höhere Kreditkosten belastet worden. Unter diesen Umständen gilt das ursprüngliche Defizitziel nicht mehr als realistisch; der Minister nannte jedoch keinen neuen Wert.
Frankreich wird in diesem Jahr 65 Milliarden Euro für den Schuldendienst ausgeben, 4,5 Milliarden Euro mehr als ursprünglich veranschlagt. Lescure betonte, dass das Land keine Schwierigkeiten bei der Ausgabe von Anleihen habe, die Finanzierungskosten jedoch deutlich gestiegen seien.
Quellen
Neueste Nachrichten
19:00
18:50
18:40
18:35
18:30
Mehr Nachrichten ansehen