Die finnische Regierung hat angekündigt, dass sie die Verteidigungsausgaben bis 2030 auf 3,2 % des Bruttoinlandsprodukts erheblich erhöhen wird, als Teil des Budgets für die nächsten vier Jahre. Diese Entscheidung erfolgt im Kontext der russischen Invasion in der Ukraine, die Finnland 2023 dazu veranlasst hat, der NATO beizutreten.
Die Verteidigungsausgaben werden 2025 2,5 % des BIP erreichen, und die Erhöhung auf 3,2 % würde Finnland näher an das NATO-Ziel von 3,5 % bis 2035 bringen. Ministerpräsident Petteri Orpo erwähnte, dass die zusätzlichen Mittel auf die militärische Rekrutierung, Schulungen für Reservisten und die Verteidigung gegen Drohnen ausgerichtet werden.
Die rechte Koalition hat Kürzungen bei den Ausgaben im Gesundheitswesen und in den sozialen Diensten angekündigt, um die öffentliche Schulden, die bis 2026 auf 90 % des BIP geschätzt wird, zu reduzieren. Finnland sieht sich 2024 mit einem Haushaltsdefizit von 4,4 % des BIP konfrontiert, was die EU dazu veranlasst hat, ein Disziplinarverfahren wegen übermäßigen Defizits einzuleiten. Die Sparmaßnahmen haben zu einem Rückgang der Unterstützung für die Regierung geführt, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.
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