Das Europäische Parlament hat am Dienstag für die Aufhebung der Immunität des polnischen rechtsextremen Europaabgeordneten Grzegorz Braun gestimmt und damit den Weg für seine strafrechtliche Verfolgung in Polen freigemacht. Die Entscheidung betrifft Äußerungen, mit denen er den Holocaust mutmaßlich geleugnet haben soll, berichtet die Agence France-Presse.
Die Aufhebung der Immunität ermöglicht es den polnischen Behörden, die rechtlichen Schritte gegen Braun fortzusetzen, stellt jedoch keine Verurteilung dar und legt nicht seine Schuld fest. Die Verfahren in Polen sollen nun die Vorwürfe und die Umstände klären, unter denen die Äußerungen gemacht wurden.
Grzegorz Braun ist für seine antisemitischen Positionen bekannt und Vorsitzender der Formation Konföderation der Krone. Der Fall steht in einem europäischen Kontext, in dem die Leugnung oder Anzweiflung des Holocaust als schwerwiegende Tat behandelt wird und das Mandat als Europaabgeordneter durch die parlamentarische Immunität einen begrenzten rechtlichen Schutz bietet.
Das Votum des Europäischen Parlaments hebt diesen Schutz im genannten Fall auf und ermöglicht es den polnischen Behörden, die Ermittlungen und mögliche Gerichtsverfahren voranzutreiben.
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