Die Synchronsprecher in Deutschland haben über die VDS-Vereinigung einen Boykott gegen Netflix initiiert, aufgrund von umstrittenen Vertragsklauseln, die die Nutzung von Sprachaufnahmen zur Schulung von künstlichen Intelligenzsystemen ohne klare Entschädigung erlauben. Diese Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage nach synchronisierten Inhalten, die durch den Erfolg beliebter Produktionen verstärkt wird.
Die Schauspieler befürchten, dass KI ihre Arbeitsplätze und Urheberrechte beeinträchtigen könnte. Die VDS, die etwa 600 Mitglieder vereint, hat eine Anwaltskanzlei beauftragt, um die Auswirkungen dieser Verträge zu analysieren. Netflix hat in einem Schreiben geantwortet und erklärt, dass die Bedenken der Schauspieler auf einer falschen Interpretation basieren und hat die VDS zu Gesprächen eingeladen. Die Präsidentin der VDS, Anna-Sophia Lumpe, hat den Druck auf die Schauspieler hervorgehoben und darauf hingewiesen, dass Netflix die Inhalte mit deutschen Untertiteln ausstrahlen wird, wenn der Boykott anhält. Obwohl es keine genauen Daten über das Ausmaß des Protests gibt, erzeugen die Synchronsprecher weiterhin Reaktionen in diesem Kontext.
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