Der Rat ergreift restriktive Maßnahmen gegen hochrangige politische Persönlichkeiten und eine berüchtigte kriminelle Gruppe, um der Straflosigkeit und den Menschenrechtsverletzungen entgegenzuwirken.
Brüssel, 15. Dezember 2025 – Der Rat der Europäischen Union hat neue restriktive Maßnahmen gegen drei Personen und eine Einheit aus Haiti beschlossen, als Reaktion auf die Eskalation der Bandenviolenz und die schweren Menschenrechtsverletzungen in diesem Land. Die Sanktionen richten sich gegen Schlüsselpolitiker, die beschuldigt werden, bewaffnete Gruppen zu unterstützen, sowie gegen eine mächtige Bande, die für die Destabilisierung der Region verantwortlich ist.
Kurz gesagt Der ehemalige Präsident Michel Martelly und sein Berater Youri Latortue wurden wegen der Bewaffnung und Finanzierung von Banden sanktioniert, um ihre politischen und wirtschaftlichen Interessen zu fördern.
Der ehemalige Senator Rony Celestin wurde wegen seiner Beteiligung am Schmuggel und der Orchestrierung der Ermordung des Journalisten Néhémie Joseph, der seine Korruptionsakte aufgedeckt hatte, gelistet.
"Bande 5 Segond", mit Sitz in Port-au-Prince, sieht sich Sanktionen wegen einer Reihe von Verbrechen, einschließlich Mord, Vergewaltigung, Piraterie und Behinderung humanitärer Hilfe, gegenüber.
Die heutigen Listungen treffen an der Schnittstelle zwischen Politik und organisierter Kriminalität in Haiti. Michel Martelly, der ehemalige Präsident, und Youri Latortue, der Gründer der Partei L’Ayiti An Aksyon (AAA), werden beschuldigt, Banden genutzt zu haben, um Territorien zu kontrollieren und ihre persönlichen Vermögenswerte zu schützen. Durch die Finanzierung dieser bewaffneten Gruppen haben sie direkt zum Kreislauf der Gewalt beigetragen, der die Nation betrifft.
Darüber hinaus hat der Rat Maßnahmen zur Sicherheit der Presse ergriffen, indem er den ehemaligen Senator Rony Celestin sanktioniert hat. Celestin ist in illegale Aktivitäten mit bewaffneten Gruppen verwickelt und wird für die Ermordung von Néhémie Joseph, einem Journalisten, der seine illegalen Geschäfte untersuchte, verantwortlich gemacht.
Außerdem hat die EU "Bande 5 Segond" gelistet, eine kriminelle Organisation, die aus dem Viertel Village-de-Dieu operiert. Diese Gruppe ist berüchtigt für Entführungen, Waffenschmuggel und die Blockade von lebenswichtiger humanitärer Hilfe für gefährdete Bevölkerungsgruppen. Die sanktionierten Personen und die Einheit unterliegen nun der Einfrierung von Vermögenswerten, und Bürgern und Unternehmen der EU ist es untersagt, ihnen Mittel zur Verfügung zu stellen. Zudem haben die betroffenen Personen ein Reiseverbot in die Europäische Union.