Ein Forschungsteam von der Universität Warwick in Großbritannien und der Monash-Universität in Australien hat ein neues Antibiotikum mit hohem Potenzial entdeckt, das pre-Metilenomicin C-Lacton genannt wird und aus einem Mikroorganismus der Gattung Streptomyces stammt. Diese Entdeckung wurde durch die erneute Analyse einer Bakterienart möglich, die seit über 50 Jahren untersucht wird. Die neue Verbindung hat sich als hundertmal effektiver als Metilenomicin A gegen grampositive Bakterien wie Methicillin-resistentes Staphylococcus aureus (MRSA) und Vancomycin-resistentes Enterococcus (VRE) erwiesen. Die Forscher haben die Gene, die an der Synthese von Metilenomicin A beteiligt sind, modifiziert und dabei pre-Metilenomicin C-Lacton entdeckt, das keine Resistenz in den über 28 Tage exponierten Bakterien erzeugte. Diese Eigenschaft deutet darauf hin, dass die Substanz langfristig wirksam bleiben könnte, was ein entscheidender Aspekt im Kampf gegen die antimikrobielle Resistenz ist. Die im Journal of the American Chemical Society veröffentlichte Studie eröffnet neue Richtungen in der Entdeckung von Antibiotika und unterstreicht die Bedeutung der Analyse chemischer Zwischenprodukte in der Synthese bestehender natürlicher Antibiotika zur Identifizierung neuer therapeutischer Moleküle.
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