Die Armee der Schweiz hat beschlossen, die Microsoft-Produkte in ihren Cyberabwehrstrukturen aufzugeben und sich aufgrund der Risiken im Zusammenhang mit der Datensicherheit für Open-Source-Lösungen zu entscheiden.
Das Cyberkommando der Armee wird bis Oktober zu OpenDesk migrieren, einer Plattform, die vom Deutschen Zentrum für Digitale Souveränität entwickelt wurde. Die Entscheidung wurde durch die Ausweitung der Microsoft-Cloud-Dienste und die Bedenken hinsichtlich des Schutzes sensibler Informationen beeinflusst, insbesondere im Hinblick auf die amerikanische Gesetzgebung, einschließlich des Cloud Act. Der Leiter des Cyberkommandos, Simon Müller, betonte, dass Microsoft 365 die Datenschutzanforderungen der Armee nicht erfüllt.
Militärische Informationen müssen in nationalen Infrastrukturen bleiben, und das Konzept der digitalen Souveränität wird in der europäischen Sicherheitsstrategie immer wichtiger. OpenDesk wird ähnliche Dienste wie Microsoft 365 anbieten, jedoch auf eigenen Servern betrieben, was die Anpassung des Quellcodes ermöglicht.
Diese Entscheidung steht im Einklang mit einem wachsenden europäischen Trend, wobei andere Länder wie Österreich und Deutschland Open-Source-Lösungen im Bereich der Verteidigung erkunden.
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