Der deutsche Bundestag hat ein Gesetz verabschiedet, das darauf abzielt, die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen zu stärken, nach mutmaßlichen Sabotageakten, die mit Russland in Verbindung stehen. Die neue Gesetzgebung wird die Identifizierung wesentlicher Infrastrukturen ermöglichen und die Betreiber verpflichten, verstärkte Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen. Innenminister Alexander Dobrindt betonte, dass Deutschland mit Bedrohungen wie Sabotage und Spionage konfrontiert ist und dass die Infrastrukturen widerstandsfähiger werden müssen. Das Gesetz betrifft etwa 1.700 Anbieter wesentlicher Dienstleistungen, einschließlich Strom und Wasser, und verpflichtet sie, ihre Verwundbarkeiten zu bewerten und Reaktionspläne zu entwickeln.
Kritiker halten die Maßnahmen für unzureichend und argumentieren, dass die Schwelle von 500.000 Einwohnern für die Klassifizierung kritischer Infrastrukturen zu hoch ist. Das Gesetz kommt nach einem schweren Sabotagevorfall in Berlin, der mehr als 100.000 Menschen ohne Strom ließ. Die deutsche Regierung schlägt somit vor, die Sicherheit der Infrastrukturen zu verbessern, die für die Wirtschaft und die Bevölkerung des Landes von wesentlicher Bedeutung sind.
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