Das Europäische Parlament hat am Dienstag die ersten gemeinsamen Regeln auf EU-Ebene für die Zucht, den Verkauf und den Schutz von Hunden und Katzen verabschiedet, um Missbrauch und illegalen Handel mit Haustieren zu bekämpfen.
Das Projekt wurde mit einer überwältigenden Mehrheit angenommen: 558 Stimmen "dafür", 35 "dagegen" und 52 Enthaltungen. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehört die Pflicht zur Mikrochip-Identifizierung und Registrierung von Tieren in miteinander verbundenen nationalen Datenbanken. Züchter und Verkäufer haben vier Jahre Zeit, um sich anzupassen, während gewöhnliche Tierbesitzer längere Fristen haben.
Die Regel verbietet Paarungen zwischen nahen Verwandten und die Selektion für extreme Merkmale. Auch missbräuchliche Praktiken, wie das Verstümmeln für Wettbewerbe, sind verboten. Die neuen Vorschriften betreffen auch den Import von Tieren und den Online-Handel, indem die Identifizierung und Registrierung von Tieren vor dem Eintritt in die EU vorgeschrieben wird.
Veronika Vrecionová, die Berichterstatterin des Projekts, betonte die Bedeutung dieser strengen Normen zum Schutz von Haustieren. Etwa 44 % der EU-Bürger besitzen Haustiere, und der Handel mit ihnen wird auf über eine Milliarde Euro jährlich geschätzt. Die Vorschriften müssen auch vom Rat der Europäischen Union genehmigt werden, um in Kraft zu treten.
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