Liechtenstein hat in der Nacht vom 29. auf den 30. Juli einen Cyberangriff erlitten, als unbekannte Täter illegalen Zugang zum Register der wirtschaftlich Berechtigten erhielten und die Daten von etwa 31.000 juristischen Personen stahlen. Dieses Register, das im April 2021 eingerichtet wurde, dient der Bekämpfung von Geldwäsche und der Finanzierung von Terrorismus, indem es die Personen erfasst, die tatsächlich die Unternehmen, Stiftungen und Trusts im Fürstentum kontrollieren. Unregelmäßigkeiten wurden am Donnerstag vom Justizamt festgestellt, und das Register wurde sofort offline genommen.
Die Regierung wurde am Freitag informiert und erhielt am Samstag die ersten Ergebnisse der Untersuchung. Nach dem Vorfall wurde eine Krisenzelle eingerichtet, die von der Regierungschefin Brigitte Haas und dem Justizminister Emanuel Schädler geleitet wird, mit dem Ziel, die Situation so schnell wie möglich zu klären und Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen.
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