Belarus hat viertägige Militärübungen nahe den Grenzen zu Polen und Litauen begonnen, in einer für die Sicherheit der NATO sensiblen Region. An den Manövern nehmen mechanisierte Bataillone und Panzerbataillone teil, die den Schutz der Grenze, die Abwehr von Sabotageakten sowie die Verteidigung gegen Angriffe mit Drohnen und Leichtflugzeugen trainieren.
Die Übungen finden unter anderem auf den Truppenübungsplätzen Hoża, Brzeski und Różański statt, die sich in der Nähe der Grenzen zu Litauen und Polen befinden. Einige dieser Einrichtungen liegen nur 15 beziehungsweise 60 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt.
Die Bedeutung der Manöver wird durch die Nähe zum Suwałki-Korridor verstärkt, einem etwa 104 Kilometer langen Streifen, der die baltischen Staaten mit dem übrigen NATO-Gebiet verbindet und Belarus von der russischen Region Kaliningrad trennt. Minsk erklärt, die Übungen hätten einen „rein defensiven“ Charakter und überschritten nicht die Schwellenwerte, die eine internationale Notifizierung erfordern. Die genaue Zahl der Teilnehmer wurde jedoch nicht mitgeteilt.
Die Manöver sind Teil eines umfassenderen Programms zur Überprüfung der Einsatzbereitschaft der belarussischen Streitkräfte. Als enger Verbündeter Russlands hat Belarus den russischen Truppen erlaubt, sein Territorium für Operationen gegen die Ukraine zu nutzen. Kiew wirft Moskau zudem vor, Relaisstationen in Belarus zur Steuerung von Drohnen einzusetzen.
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