Die australische Regierung hat am Donnerstag ein Maßnahmenpaket zur Verschärfung der Einwanderungspolitik angekündigt, insbesondere für ausländische Studierende. Ziel ist es, die Nettozuwanderung bis 2028 auf 225.000 Menschen zu reduzieren. Die Labour-Regierung erklärt, die Maßnahmen seien notwendig, um den Druck auf den Immobilienmarkt zu verringern.
Die Nettozuwanderung soll in diesem Jahr auf 245.000 Menschen und 2027 sowie 2028 auf 225.000 sinken, gegenüber derzeit etwa 300.000. In den zwölf Monaten bis März lag der Wert bei 292.100 Menschen, nachdem er im Zeitraum 2022–2023 mit rund 518.000 einen Höchststand erreicht hatte.
Die neuen Regelungen werden die Möglichkeit ausländischer Studierender einschränken, Familienmitglieder nach Australien mitzubringen, und eine Obergrenze für die Verlängerung von Visa der Kategorie „Work and Holiday“ einführen. Junge Menschen, die ein zweites oder drittes Jahr bleiben möchten, werden per Losverfahren ausgewählt; für das dritte Jahr werden nur 5.000 Visa verfügbar sein.
Die Behörden werden die Kontrollen von Personen verstärken, die nach Ablauf ihrer Visa im Land bleiben, und deren Verlängerung einschränken. Fachkräfte im Baugewerbe und im Bereich öffentlicher Bauvorhaben werden dagegen angesichts des Wohnraumbedarfs bevorzugt.
Australien beherbergt derzeit rund 753.000 ausländische Studierende, die mehrheitlich aus China und Indien stammen. Innenminister Tony Burke erklärte, die Einwanderung bleibe für das Land von Vorteil, müsse aber „unter Kontrolle“ gehalten werden.
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