Angela Merkel, ehemalige Kanzlerin Deutschlands, hat die Europäische Union kritisiert, weil sie ihr diplomatisches Potenzial im Kontext der russischen Invasion in der Ukraine nicht ausreichend nutzt.
In einem Interview mit dem Sender WDR betonte Merkel die Bedeutung der militärischen Unterstützung für die Ukraine, äußerte jedoch Bedauern darüber, dass Europa auf diplomatischer Ebene nicht entschlossener gehandelt hat. Sie schlug 2021 die Schaffung eines diplomatischen Formats zwischen der EU und Russland vor, eine Initiative, die aufgrund interner Divergenzen gescheitert ist. Merkel hob hervor, dass Diplomatie auch während des Kalten Krieges entscheidend war.
Der Name Angela Merkel wurde für die Position der EU-Friedensbotschafterin ins Spiel gebracht, da sie Erfahrung in den Verhandlungen mit den russischen und ukrainischen Führern hat. Sie erwähnte jedoch, dass sie keine offizielle Anfrage für diese Rolle erhalten hat und betonte, dass glaubwürdige Verhandler politische Macht besitzen müssen. Die von Merkel ausgehandelten Minsker Vereinbarungen konnten keinen dauerhaften Frieden sichern, und der Konflikt eskalierte 2022.
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