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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Dienstag den Beginn der ersten klinischen Studie zur Bewertung der Wirksamkeit des antiviralen Medikaments Obeldesivir bei Patienten, die dem tödlichen Ebola-Bundibugyo-Stamm ausgesetzt sind, bekannt gegeben, der die Demokratische Republik Kongo (DRC) betrifft.
Die Studie, genannt EBO-PEP, zielt auf die postexpositionelle Prophylaxe (PEP) für Personen ab, die Kontakt mit bestätigten Fällen hatten. Obeldesivir, ein experimentelles Medikament, das von Gilead Sciences entwickelt wurde, hat in präklinischen Tests Wirksamkeit gegen Viren aus der Familie der Filoviren gezeigt. Der Direktor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, betonte die Bedeutung dieser Studie und wies darauf hin, dass eine wirksame Behandlung einen bedeutenden Fortschritt bei der Prävention der Krankheit darstellen könnte.
Derzeit gibt es keine anerkannten Impfstoffe oder Behandlungen für die Bundibugyo-Variante, die über 1.960 Personen infiziert hat und zu über 700 Todesfällen geführt hat. Der Ausbruch wurde am 15. Mai erklärt, und es werden weiterhin Fälle in mehreren Provinzen der DRC, insbesondere in Ituri, registriert.
Die WHO hat gewarnt, dass die tatsächliche Zahl der Infektionen bis zu zwei- bis viermal höher sein könnte als die offiziellen Zahlen.
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