Die rumänische Außenministerin Oana Ţoiu erklärte, dass die zukünftige europäische Sicherheitsstrategie einen klaren Fokus auf die Ostflanke, das Schwarze Meer, Finanzierung und Fähigkeiten beinhalten muss. Die Position Rumäniens kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Außenminister der Europäischen Union über die Unterstützung für die Ukraine, die Sicherheit der Seewege, die Straße von Hormuz, die Beziehungen zu Indien und Saudi-Arabien sowie die Rolle Europas in der eigenen Verteidigung diskutieren.
Rumänien fordert, dass die zukünftige europäische Sicherheitsstrategie einen konkreten Fokus auf die Ostflanke und das Schwarze Meer mit Finanzierung, Fähigkeiten und kritischer Infrastruktur beinhaltet, sagte die rumänische Außenministerin Oana Ţoiu vor dem informellen Treffen der Außenminister der Europäischen Union in Zypern.
Zusammenfassend
Oana Ţoiu sagte, dass Rumänien möchte, dass die Ostflanke und das Schwarze Meer in der zukünftigen europäischen Sicherheitsstrategie reflektiert werden.
Die rumänische Außenministerin verband das Schwarze Meer mit Sicherheit, Energie, Handel, Logistik und dem Zugang von Staaten ohne Zugang zum Meer zu den globalen Märkten.
Ţoiu sagte, dass Europa mehr Verantwortung für die eigene Verteidigung und Abschreckung übernehmen muss, in Ergänzung zur NATO.
Das Treffen behandelt auch die Unterstützung für einen nachhaltigen Frieden in der Ukraine, ohne Zugeständnisse gegenüber den Drohungen Russlands.
Rumänien hält die Zusammenarbeit mit Indien, Saudi-Arabien und Partnern im Nahen Osten für wichtig, um die Straße von Hormuz wieder zu öffnen und die internationalen Seewege zu schützen.
Für Rumänien hat die Diskussion über die europäische Sicherheitsstrategie einen direkten Einsatz: wie die Europäische Union die Besorgnis über die Ostflanke und das Schwarze Meer in Finanzierung, Fähigkeiten und Infrastrukturprojekte umsetzen wird. Oana Ţoiu sagte, dass diese Strategie bereit ist, nach dem NATO-Gipfel angenommen zu werden.
Die rumänische Außenministerin verband die Position Rumäniens mit den jüngsten Diskussionen in Bukarest, wo der Bukarest 9-Gipfel mit der Teilnahme nordischer Verbündeter stattfand. Laut ihr zielt die Debatte darauf ab, zu einem „NATO 3.0“ überzugehen, in dem Europa mehr Verantwortung für die eigene Verteidigung und Abschreckung übernimmt, aber in Ergänzung zur europäischen Sicherheitsstrategie.
Ţoiu sagte, dass es für Rumänien entscheidend ist, dass die europäische Strategie sich auf die Ostflanke konzentriert und dass dies in Finanzierung und Fähigkeiten übersetzt wird. Sie bezeichnete das Schwarze Meer als einen strategischen wirtschaftlichen und geopolitischen Punkt, der mit dem Südkaukasus und dem Nahen Osten verbunden ist.
Das Schwarze Meer ist auch für Staaten ohne Zugang zum Meer wichtig, die auf Transport- und Logistikrouten für den Zugang zu den globalen Märkten angewiesen sind. Die rumänische Außenministerin erwähnte auch die Rolle der Region in Bezug auf Energie, Transit und kritische Infrastruktur, einschließlich Unterseekabel und Projekte, die mit regionalen Partnern entwickelt werden.
In dieser Logik erwähnte Ţoiu den Mittelkorridor als Beispiel für eine relevante Route für Transport und Logistik. Sie verband diese Projekte mit dem breiteren Ziel Europas, strategische Autonomie aufzubauen und Abhängigkeiten von Russland zu verringern.
Das Treffen der Außenminister findet in einem Kontext statt, in dem die Unterstützung für die Ukraine eines der Hauptthemen der Außenpolitik der Europäischen Union bleibt. Oana Ţoiu sagte, dass die Minister die nächsten Schritte zur Unterstützung eines nachhaltigen Friedens in der Ukraine diskutieren müssen und betonte die Bedeutung der Anwesenheit des ukrainischen Außenministers für eine direkte Bewertung der Situation vor Ort.
Die rumänische Ministerin erklärte, dass die Mitgliedstaaten in der gemeinsamen Position vereint bleiben, nicht den Drohungen Russlands nachzugeben, auch nicht nach den jüngsten Erklärungen zu den diplomatischen Teams in Kiew. Die Botschaft stellt die Unterstützung für die Ukraine in den breiteren Rahmen der europäischen Sicherheit und der Verteidigung der internationalen Ordnung.
Ein weiteres wichtiges Thema ist die Straße von Hormuz, eine der wichtigsten Seewege für den globalen Energietransport. Oana Ţoiu sagte, dass die Europäische Union mit internationalen Partnern zusammenarbeiten muss, um diese Route wieder zu öffnen, den Druck auf die Energiepreise zu verringern und eine Lebensmittelkrise zu vermeiden.
Sie begrüßte die Anwesenheit der Außenminister Indiens und Saudi-Arabiens und hielt die Gespräche mit diesen Partnern für wichtig, um diplomatische Wege zu identifizieren und den notwendigen Druck zur Wiedereröffnung der Straße von Hormuz auszuüben. Die rumänische Ministerin warnte auch vor dem Risiko, dass die Einführung einer Art Steuer oder Blockade auf internationalen Seewegen einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen könnte.
Ţoiu erwähnte auch das Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien und erklärte, dass dies für Unternehmen und das Wachstum der europäischen Volkswirtschaften, einschließlich Rumäniens, relevant ist. In diesem Zusammenhang betonte sie die gemeinsamen Investitionen und die Zusammenarbeit mit Partnern im Nahen Osten.
Die Gymnich-Treffen sind informelle Treffen der Außenminister der Europäischen Union. Sie führen nicht zu formellen legislativen Entscheidungen, sind jedoch wichtig für die Koordination der Politik zwischen den Mitgliedstaaten in Sicherheits-, Verteidigungs- und Außenpolitikfragen. Für Rumänien bietet das Treffen in Zypern einen Rahmen, in dem es die Themen Schwarzes Meer und Ostflanke sichtbarer in die europäische Sicherheitsdebatte einbringen kann.
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