Frankreich unterstützt den Niederländer Klaas Knot als Nachfolger von Christine Lagarde an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB), wie von Reuters zitierte Quellen berichten. Der informelle Vorschlag, der von Präsident Emmanuel Macron unterstützt wird, würde vorsehen, dass das Amt des EZB-Chefökonomen an einen französischen Kandidaten geht.
Der Plan könnte schwierige Verhandlungen mit Deutschland auslösen, das seinerseits die als zweit einflussreichste Position innerhalb der Institution geltende Stelle anstrebt. Berlin möchte eine wichtige Rolle in der Geldpolitik bewahren und die Ausrichtung der EZB auf Preisstabilität verteidigen.
Klaas Knot, von 2011 bis 2025 Gouverneur der niederländischen Zentralbank, gilt als Pragmatiker, der eine restriktive Geldpolitik befürwortet. Sein wichtigster Rivale wäre der Spanier Pablo Hernández de Cos, ehemaliger Gouverneur der Banco de España.
Als Gegenleistung für die Unterstützung Knotes könnte Frankreich für das Amt der Chefökonomin Namen wie Agnès Bénassy-Quéré, Laurence Boone oder Hélène Rey vorschlagen. Die Amtszeit von Christine Lagarde endet offiziell im Oktober 2027, ein vorzeitiger Abgang würde jedoch eine Neubesetzung der EZB-Führung beschleunigen.
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