Die Europäische Staatsanwaltschaft hat angekündigt, dass ihr Büro in Iași den Präsidenten und den Vizepräsidenten eines Vereins aus Rumänien in einem Betrugsfall, der sechs Erasmus+-Projekte betrifft, vor Gericht gebracht hat. Die Staatsanwälte behaupten, dass die beiden gefälschte Dokumente verwendet haben, um europäische Mittel für persönliche Zwecke abzuzweigen, unter den Bedingungen, dass einige Projekte nur teilweise umgesetzt wurden, während andere überhaupt nicht umgesetzt wurden. Der Schaden wird auf 111.342 Euro, etwa 541.000 Lei, geschätzt.
Die Europäische Staatsanwaltschaft hat zwei Personen aus Rumänien, den Präsidenten und den Vizepräsidenten eines Vereins, in einem Betrugsfall, der sechs Erasmus+-Projekte betrifft, vor Gericht gebracht. Die Untersuchung des Büros der Europäischen Staatsanwaltschaft in Iași unterstützt die Behauptung, dass das Vorschussmechanismus des europäischen Programms verwendet wurde, um Mittel zu erhalten und abzuzweigen, die für Mobilität, Bildung, Ausbildung und Projekte für Jugendliche bestimmt waren.
Kurz gesagt
Die Europäische Staatsanwaltschaft hat den Präsidenten und den Vizepräsidenten eines Vereins aus Rumänien vor Gericht gebracht.
Der Fall betrifft sechs Erasmus+-Projekte.
Die Staatsanwälte behaupten, dass die Angeklagten gefälschte Dokumente eingereicht haben, um die Mittel für persönliche Zwecke zu verwenden.
Einige Projekte sollen nur teilweise umgesetzt worden sein, während andere überhaupt nicht umgesetzt wurden.
Der geschätzte Schaden beträgt 111.342 Euro, etwa 541.000 Lei.
Erasmus+ ist eines der bekanntesten Programme der Europäischen Union, das für grenzüberschreitende Mobilität, Bildung, Ausbildung und Projekte für Jugendliche genutzt wird. Für Organisationen kann das Programm einen Vorschuss von bis zu 80 % des Zuschusses bieten, sodass die Projekte vor der endgültigen Abrechnung beginnen können.
Dieser Vorschuss bleibt bis zur Einreichung eines zufriedenstellenden Abschlussberichts durch den Begünstigten im Eigentum der Europäischen Union. In der Praxis bedeutet dies, dass das Geld für genehmigte Aktivitäten verwendet werden kann, aber erst nach Überprüfung, wie das Projekt umgesetzt wurde, endgültig dem Begünstigten gehört.
Die Europäische Staatsanwaltschaft behauptet, dass die beiden Angeklagten dieses Mechanismus missbraucht haben, indem sie gefälschte Dokumente eingereicht und die Mittel für persönliche Zwecke abgezweigt haben. Laut der Untersuchung sollen einige Erasmus+-Projekte nur teilweise umgesetzt worden sein, während andere überhaupt nicht umgesetzt wurden.
In einigen Fällen sollen die Kosten der Projekte durch falsche Erklärungen künstlich erhöht worden sein. Solche Praktiken beeinträchtigen direkt den Zweck des Programms, da die für Mobilität und Ausbildung vorgesehenen europäischen Mittel möglicherweise nicht mehr für die genehmigten Aktivitäten verwendet werden können.
Wenn sie für schuldig befunden werden, riskieren die beiden Personen Strafen von zwei bis sieben Jahren Gefängnis. Die Europäische Staatsanwaltschaft stellt klar, dass alle betroffenen Personen bis zur Feststellung ihrer Schuld durch die zuständigen rumänischen Gerichte die Unschuldsvermutung genießen.
Der betroffene Verein hat durch einen benannten Vertreter eine Vereinbarung zur Anerkennung der Schuld getroffen, die von Gericht genehmigt werden muss. Laut der Mitteilung sieht die Vereinbarung eine Geldstrafe und die Veröffentlichung der Gerichtsentscheidung als zusätzliche Strafe vor.
In einer früheren Phase der Untersuchung hat die Europäische Staatsanwaltschaft Vermögenswerte zur Deckung des geschätzten Schadens von 111.342 Euro, etwa 541.000 Lei, beschlagnahmt. Zu den beschlagnahmten Vermögenswerten gehören Immobilien, ein Fahrzeug und Bankkonten.
Der Fall ist relevant, da er zeigt, wie Betrug mit europäischen Mitteln auch in Programmen auftreten kann, die öffentlich als rein bildungs- oder zivilgesellschaftlich wahrgenommen werden. Erasmus+ finanziert Projekte, die konkrete Erfahrungen in Lernen, Mobilität und Zusammenarbeit für Jugendliche und Organisationen bieten sollten, und der missbräuchliche Einsatz von gefälschten Dokumenten kann ein Bildungsinstrument in einen Mechanismus zur Abzweigung europäischer Gelder verwandeln.
Die Europäische Staatsanwaltschaft ist die unabhängige Staatsanwaltschaft der Europäischen Union. Die Institution untersucht, verfolgt und bringt Straftaten vor Gericht, die die finanziellen Interessen der EU beeinträchtigen.
Neueste Nachrichten
13:21
12:57
12:32
11:30
11:11
Mehr Nachrichten ansehen