Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat angekündigt, dass die Europäische Union das Freihandelsabkommen mit dem südamerikanischen Block Mercosur vorläufig anwenden wird, trotz bestehender Kontroversen. Die Entscheidung wurde möglich, nachdem Uruguay und Argentinien das Abkommen ratifiziert haben, was den Weg für die vorübergehende Aktivierung ebnete. Der Handel könnte in etwa zwei Monaten beginnen, sobald eine „mündliche Notiz“ zwischen den Parteien bestätigt wird. Der Sprecher der EU, Olof Gill, betonte, dass auch andere Staaten aus Mercosur, wie Paraguay, Bolivien und Brasilien, erwartet werden, das Abkommen in Kürze zu ratifizieren. Die Europäische Union betrachtet dieses Abkommen als wesentlich im aktuellen geopolitischen Kontext und zielt darauf ab, den Unternehmen und Bürgern konkrete Vorteile zu bieten. Die Anwendung des Abkommens ist vorübergehend und erfordert die Zustimmung des Europäischen Parlaments, um endgültig zu werden. Außerdem sieht sich das Abkommen dem Widerstand aus dem Agrarsektor und von einigen Mitgliedstaaten, wie Frankreich und Polen, gegenüber.
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