Die Europäische Union hat einen diskreten Kommunikationskanal mit Moskau initiiert, so ein Bericht von Politico. Im Juni führte Pedro Lourtie, der Kabinettschef des Präsidenten des Europäischen Rates, Antonio Costa, zwei Telefongespräche mit Juri Uschakow, dem Berater von Wladimir Putin. Ziel dieser Kontakte war nicht die Verhandlung spezifischer Themen, sondern die Etablierung einer Kommunikationslinie für die Zukunft. Eine Quelle erklärte, dass dieser Kanal der EU ermöglichen würde, ihre Interessen durch diplomatischen Dialog mit Russland zu verteidigen.
Die Initiative hat Unmut unter einigen EU-Mitgliedstaaten ausgelöst, einschließlich von Emmanuel Macron und Friedrich Merz, die der Meinung sind, dass es nicht der richtige Zeitpunkt für eine Wiederaufnahme des Dialogs mit Russland ist. Auch von der estnischen Premierministerin Kristen Michal kamen Kritiken, die betonte, dass es 'zu früh' für solche Kontakte im Kontext des Krieges in der Ukraine sei. Antonio Costa erklärte, dass die Gespräche keine grundlegenden Themen behandelt hätten, sondern Teil seiner institutionellen Aufgaben waren.
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