Kontext: wenige Stunden vor den Einsätzen vor Ort hatte die Untersuchung nach dem Ausfall des Signalsystems und wiederholten Unfällen auf derselben Strecke begonnen
In den ersten Berichten über die Kollision in der Provinz Toledo sprachen die Behörden von einem möglichen Mechanismus im Zusammenhang mit einem „menschlichen Fehler“ und von der Fehlfunktion des Signalsystems LZB, das gegen 08:30 Uhr ausgefallen sein soll. Die Störung löste den automatischen Halt von sechs Zügen in der Region aus, und wenige Minuten später soll das Kontrollzentrum die Weiterfahrt eines Renfe-Zugs genehmigt haben – eine Entscheidung, die der Verkehrsminister als „unerklärlich“ bezeichnete.
Gleichzeitig wurde der Vorfall im Kontext früherer Tragödien auf derselben Strecke betrachtet: Neun Monate zuvor hatte sich ein weiterer Eisenbahnunfall ereignet, bei dem 46 Menschen ums Leben kamen. Während die Such- und Rettungsarbeiten fortgesetzt wurden, wurde die Zahl der Opfer schrittweise aktualisiert – von mindestens 10 Toten in den ersten Stunden auf mindestens 39 und später auf mindestens 68.