Die PNL-Abgeordnete Raluca Turcan fordert die rasche Verabschiedung eines Gesetzesvorhabens, das Mobiltelefone an Schulen und Gymnasien einschließlich während der Pausen verbieten soll. Die Parlamentarierin ist der Ansicht, dass die Maßnahme die Ablenkung verringern und die Konzentrationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler verbessern könnte – vor dem Hintergrund der schlechten Ergebnisse Rumäniens bei der PISA-Erhebung 2025.
Turcan forderte den Bildungsausschuss der Abgeordnetenkammer auf, den Entwurf auf die Tagesordnung zu setzen und ihn rasch zu verabschieden. Die vor einigen Monaten eingereichte Initiative wurde vom Bildungsministerium positiv bewertet.
Die Abgeordnete verwies auf die nach der Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse angekündigte Entscheidung Dänemarks. Das Land beabsichtigt, die Nutzung von Mobiltelefonen an Schulen einzuschränken. Dänemark erreichte 478 Punkte in den Naturwissenschaften, 471 in Mathematik und 460 im Lesen, gegenüber 425, 419 beziehungsweise 413 Punkten in Rumänien.
Nach Angaben von Raluca Turcan ist die durch digitale Geräte verursachte Ablenkung in Rumänien mit einem Rückstand von 18 Punkten verbunden, gegenüber 11 Punkten im OECD-Durchschnitt. Sie erklärt, das Verbot dürfe nicht als Bestrafung der Schülerinnen und Schüler oder als Maßnahme gegen die Technologie betrachtet werden.
Die Parlamentarierin warnt jedoch, dass Mobiltelefone nur einen Teil des Problems darstellen, und fordert Maßnahmen zur Verbesserung des Unterrichts, zur Unterstützung der Lehrkräfte, zur Entlastung der Lehrpläne, zur objektiven Bewertung und zur Unterstützung schutzbedürftiger Kinder. Den von Turcan vorgelegten Daten zufolge erreichen nur 48 % der rumänischen Schülerinnen und Schüler das Mindestniveau in Mathematik und 52 % im Lesen.
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