Marilen Pirtea, der Rektor der West-Universität Timișoara (UVT) und PNL-Abgeordneter, ist die Hauptkandidatur der Liberalen für das Bildungsministerium in der neuen Regierung. Quellen aus der Koalition deuten darauf hin, dass seine Verwaltungserfahrung und politische Unterstützung ihn in eine Pole-Position für die Übernahme des Mandats bringen.
Auf die mögliche Ernennung angesprochen, nahm Marilen Pirtea eine offene Haltung ein und erklärte, dass er „ein Teamplayer“ sei und die Verantwortung nicht ablehnen werde, wenn die Partei dies beschließt. Er betonte, dass seine Priorität die Gewährleistung von „Vorhersehbarkeit und kohärenter Finanzierung“ im System wäre und deutete an, dass seine Expertise im Hochschulmanagement und in der Finanzierung solide Argumente für die Übernahme der Funktion darstellt. Bezüglich der Kontroversen, die seine akademische Vergangenheit betreffen, betrachtet der Liberale das Thema als abgeschlossen und verweist auf frühere institutionelle Urteile, die ihm günstig waren.
Seine Nominierung hat jedoch die Diskussion über die Plagiatsvorwürfe von 2016 reaktiviert. Die Presse berichtete damals, dass Pirtea vollständige Passagen ohne Zitation aus wissenschaftlichen Arbeiten übernommen haben soll, die für seine Karriere entscheidend waren. Die Ethikkommission der UVT, die von Pirtea geleitet wird, hat die Beschwerden zu diesem Zeitpunkt geprüft und entschieden, dass die Verdachtsmomente nicht bestätigt werden konnten, und den Fall eingestellt.
Die Investigativjournalistin Emilia Șercan reagierte heftig auf dieses Szenario und bezeichnete den Vorschlag als eine „Herausforderung“ an die akademische Integrität. Sie stellte klar, dass die „Reinigung“ der Vorwürfe durch eine untergeordnete interne Kommission die Evidenz identischer Texte nicht beseitigt und warnte, dass die Ernennung eines Ministers mit ethischen Verwundbarkeiten die Glaubwürdigkeit der Institution gefährden würde. Șercan beschuldigte die PNL, die minimalen Standards der Ehrlichkeit zu ignorieren, und betonte, dass Rumänien erneut einen moralisch erpressbaren Bildungsminister riskieren könnte.
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