Die Staatsanwaltschaft beim Bukarester Tribunal hat am Dienstag die Festnahme von weiteren sieben Demonstranten angeordnet, denen eine Beteiligung an den Ausschreitungen bei dem am 15. September auf dem Victoriei-Platz in Bukarest abgehaltenen Protest vorgeworfen wird. Die Maßnahme erfolgte nach 29 Durchsuchungen in 16 Kreisen, bei denen 30 Personen zur Vernehmung gebracht wurden.
Die Ermittler führen ein Strafverfahren gegen 40 Personen wegen öffentlicher Anstiftung, Angriffs auf Amtsträger, Störung der öffentlichen Ordnung und des öffentlichen Friedens, Sachbeschädigung sowie Körperverletzung oder anderer Gewalttaten.
Nach Angaben der Bukarester Polizei sollen gewalttätige Teilnehmer während des Protests Bordsteine, Flaschen, Metallabsperrungen und pyrotechnische Gegenstände auf die Gendarmen geworfen haben. Einige Demonstranten sollen mehrere Gendarmen mit Fäusten, Füßen und Gegenständen aus Holz, darunter Knüppeln, geschlagen haben. Zudem sollen zwei Beschäftigte eines Medienkonzerns körperlich angegriffen worden sein.
Die neuen Festnahmen kommen zu den von den Gerichten in der vergangenen Woche angeordneten Maßnahmen hinzu: Fünf Personen wurden in Untersuchungshaft genommen, während fünf weitere unter Hausarrest gestellt wurden. Die Ermittlungen werden fortgesetzt, um die Verantwortlichkeiten für die Ausschreitungen vollständig zu klären.
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