Der Bürgermeister der Stadt Silistra, Aleksandăr Sabanov, hat für den Zeitraum vom 14. bis 21. Juli den Notstand im Naturschutzgebiet Srebarna in Bulgarien erklärt, aufgrund der alarmierend niedrigen Wasserstände im See. Die Entscheidung wurde nach einer Warnung des Regionalen Umwelt- und Wasserinspektorats in Ruse getroffen, das ernsthafte Risiken für das Ökosystem des Schutzgebiets gemeldet hat. Der Wasserspiegel ist auf etwa 80 Zentimeter gesunken, fast einen Meter unter dem optimalen Niveau.
Die Behörden erwarteten, dass die Donau steigt, um die Wasserversorgung wiederherzustellen, aber der niedrige Pegel des Flusses hat dies verhindert. Obwohl keine größeren Schäden an Flora und Fauna festgestellt wurden, warnen Experten, dass die anhaltende Dürre das Ökosystem beeinträchtigen könnte. Als sofortige Maßnahme wird Wasser aus der Donau in das Schutzgebiet gepumpt, und langfristig ist der Bau einer mit Solarenergie betriebenen Pumpstation geplant. Das Schutzgebiet, das auf der UNESCO-Welterbeliste steht, beherbergt eine reiche Biodiversität und ist ein wesentlicher Lebensraum für vom Aussterben bedrohte Arten.
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