Der Soziologe Marian Preda, Rektor der Universität Bukarest, ist der Ansicht, dass der Eintritt von AUR in die Regierung ein Szenario ist, das nicht mehr verhindert werden kann, und dass vorgezogene Neuwahlen eine vernünftige Lösung zur Überwindung der politischen Krise darstellen. Die Äußerungen fielen am Dienstag, dem 15. September, in einem Interview mit observatornews.ro.
Preda zufolge zeigt das hohe Abschneiden von AUR in den Meinungsumfragen, dass die Partei die Unterstützung eines wichtigen Teils der Bevölkerung genießt und sich diese Wahlentscheidung in einer Form der Regierungsbeteiligung widerspiegeln muss. Der Soziologe warnt jedoch, dass sich eine mögliche AUR-Regierung angesichts populistischer Versprechen und des Fehlens konkreter Lösungen jenseits der Parteiführung schnell erschöpfen könnte.
Seiner Ansicht nach hätten vorgezogene Neuwahlen bereits zu Beginn der Krise vor etwa vier Monaten in Betracht gezogen werden müssen. Preda erwartet bei einem möglichen Urnengang vor dem Hintergrund einer geringen Wahlbeteiligung einen möglichen Wechsel zwischen AUR und PSD und sagt, dass sich die Optionen der Rumänen im Vergleich zu den Parlamentswahlen im Dezember 2024 verändert haben.
Er warnt, dass eine Blockierung des Zugangs von AUR zur Regierung die politischen Spannungen verschärfen könnte. Nach einem Zyklus von etwa zwei Jahren könnten die Wähler jedoch nach anderen Lösungen suchen, erklärte der Soziologe weiter.
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