Die Kammer für Richter in Disziplinarsachen des Obersten Rates der Magistratur gab am Donnerstag, dem 10. September, dem Vorschlag der Justizinspektion statt und ordnete die Suspendierung der Richterin Liliana Cătălina Alexe vom Berufungsgericht Bukarest an, die in die ROMATSA-Akte verwickelt ist.
Die Suspendierung bleibt bis zum rechtskräftigen Abschluss des von der Justizinspektion eingeleiteten Disziplinarverfahrens gültig. Die Entscheidung kann innerhalb von fünf Tagen nach Zustellung beim Fünf-Richter-Senat des Obersten Kassations- und Justizhofs angefochten werden.
Im Februar hatte Liliana Alexe die Aussetzung des ROMATSA-Zertifikats als Anbieter von Flugverkehrsdiensten für einen Zeitraum von einem Monat angeordnet, vor dem Hintergrund der Art und Weise, wie die Institution Fluglotsen einstellte. Zum Termin bezüglich des gegen die Entscheidung eingelegten Rechtsmittels soll die Richterin im Saal des Obersten Gerichtshofs erschienen sein, um ihre Gründe darzulegen. Der Senat soll ihr mitgeteilt haben, dass sie nicht parteifähig sei, um das Wort zu ergreifen, und nachdem sie darauf bestanden habe, soll sie von Gendarmen aus dem Saal geführt worden sein.
Die Justizinspektion leitete Überprüfungen ein und schlug die Suspendierung der Magistratin vor. In der vergangenen Woche gab der Oberste Gerichtshof den von ROMATSA und der rumänischen Zivilluftfahrtbehörde gegen das Urteil des Berufungsgerichts Bukarest eingelegten Rechtsmitteln statt. Die Auswirkungen der Suspendierung des Zertifikats auf die Kontinuität der Flugsicherungsdienste und die Sicherheit des Luftraums waren auch in der CSAT-Sitzung im Juni analysiert worden.
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