Der Haushalts-, Finanz- und Bankenausschuss der Abgeordnetenkammer hat einstimmig einen Änderungsantrag gebilligt, der das Einfrieren der Bierverbrauchsteuer in den Jahren 2027 und 2028 auf dem für 2026 festgelegten Niveau vorsieht. Die Maßnahme würde für zwei Jahre die automatische Anpassung der Steuer an die Inflation aussetzen und könnte den Preisdruck verringern.
Der Änderungsantrag muss vom Plenum der Abgeordnetenkammer verabschiedet und verkündet werden, um in Kraft zu treten. Das Einfrieren der Verbrauchsteuer garantiert jedoch nicht, dass Bier nicht teurer wird, da der Endpreis auch von den Produktions-, Transport- und Vertriebskosten abhängt.
Constantin Bratu, Generaldirektor des Verbands der rumänischen Brauereien, erklärte, die Maßnahme würde einer von einem sinkenden Konsum betroffenen Branche steuerliche Planungssicherheit bieten. Nach Angaben des Verbands ist der Biermarkt 2025 um 4 % geschrumpft, von 15 Millionen auf 14,4 Millionen Hektoliter – der niedrigste Stand der vergangenen 20 Jahre.
In Rumänien gibt es fast 90 Brauereien, darunter 76 Mikrobrauereien, und 95,5 % des auf dem lokalen Markt konsumierten Bieres werden im Land hergestellt. Der Nachfragerückgang hat zu Produktionskapazitäten geführt, die 30–40 % über dem aktuellen Bedarf liegen.
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