Die Organisation Salvați Copiii Rumänien hat einen alarmierenden Anstieg der Vermisstenfälle von Minderjährigen gemeldet, mit 10.566 registrierten Fällen zwischen dem 20. Mai 2025 und dem 20. Mai 2026, was über 600 mehr ist als im Vorjahr. Am stärksten betroffen sind Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren, die 8.140 der insgesamt gemeldeten Fälle ausmachen. Bukarest, Bihor, Constanța, Giurgiu und Iași sind die Kreise mit den meisten Vermisstenfällen.
Etwa 60% der Fälle sind freiwillige Abgänge aus Pflegeeinrichtungen oder sozialen Wohnheimen, jedoch betonen Fachleute, dass diese Abgänge schwerwiegende Probleme wie Gewalt oder Vernachlässigung verbergen können. Die Organisation warnt auch vor den Risiken des Groomings, die zur sexuellen Ausbeutung von Kindern führen können. Eltern werden geraten, schnell zu reagieren, wenn ein Kind vermisst wird, indem sie die Behörden informieren und relevante Informationen bereitstellen. Anlässlich des Internationalen Tags der vermissten Kinder hat Salvați Copiii die Kampagne 'Wenn ein Kind verschwindet, endet die Suche nicht' gestartet.
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