Präsident António Costa beruft ein informelles Treffen ein, um über die „europäische Präferenz“ in strategischen Sektoren und die Verringerung wirtschaftlicher Abhängigkeiten zu diskutieren, zusammen mit den Experten Mario Draghi und Enrico Letta.
Brüssel, 9. Februar 2026 – Die Staats- und Regierungschefs der EU werden sich am 12. Februar im Schloss Alden Biesen in Belgien zu einem informellen Treffen von großer Bedeutung versammeln. Das Treffen, einberufen von dem Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, zielt darauf ab, einen neuen strategischen Konsens zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der EU und zum Schutz des Binnenmarktes gegen unlauteren globalen Wettbewerb und wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen zu schaffen.
Kurz gesagt
1. Mario Draghi und Enrico Letta werden sich den EU-Führern anschließen, um Strategien zur geoeconomischen Resilienz und zur Vollendung des Binnenmarktes vorzustellen.
2. Die Diskussionen werden sich auf die „europäische Präferenz“ in strategischen Bereichen und auf die Verringerung der Risiken in den Lieferketten für kritische Rohstoffe konzentrieren.
3. Das offizielle Programm beginnt um 09:30 Uhr mit der Ankunft der Führer, gefolgt von intensiven Arbeitssitzungen und einer abschließenden Pressekonferenz um 18:30 Uhr.
Das Programm des Donnerstags ist so strukturiert, dass es einen direkten und vertieften Dialog zwischen den Führern erleichtert. Nach den offiziellen Ankünften und dem Austausch von Meinungen mit der Präsidentin des Europäischen Parlaments wird die erste Arbeitssitzung um 11:00 Uhr mit der Präsentation von Mario Draghi beginnen. Diese wird die Auswirkungen geopolitischer Veränderungen auf die europäische Wettbewerbsfähigkeit analysieren, gefolgt von einem Arbeitsmittagessen, das ausschließlich den Führern gewidmet ist, um vertrauliche Diskussionen über strategische Autonomie zu führen.
Der zweite Teil des Tages wird der internen Strategie gewidmet sein, beginnend um 15:00 Uhr, wenn Enrico Letta seine Vision für die Zukunft des Binnenmarktes präsentieren wird. Ein zentraler Punkt dieser Sitzung wird die Erkundung des „28. Regimes“ sein, eines rechtlichen Rahmens, der es Unternehmen ermöglichen soll, sich im gesamten Block auszudehnen, ohne durch 27 verschiedene nationale Regelwerke navigieren zu müssen. Ziel ist es, die Schlüsselbereiche wie Energie, Telekommunikation und Kapitalmärkte zu harmonisieren, um europäischen Unternehmen zu ermöglichen, global wettbewerbsfähig zu sein.
Präsident Costa hat betont, dass die Stärkung des Binnenmarktes jetzt ein „dringendes strategisches Gebot“ ist. Die Ergebnisse dieses Retreats werden in einer für 18:30 Uhr geplanten Pressekonferenz zusammengefasst, die das politische Signal über die wirtschaftliche Richtung der Union im neuen geoeconomischen Kontext übermitteln wird. Durch die Beschleunigung der Handelsagenda und die Verringerung kritischer Abhängigkeiten in Technologie und Rohstoffen strebt die EU an, ihre langfristige Resilienz zu sichern.
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