S&P Global Ratings wird am Freitagabend seine Entscheidung über das Länderrating Rumäniens bekannt geben. Das Land verfügt derzeit über die Bewertung BBB-/A-3 mit negativem Ausblick. Dies ist die letzte Stufe der Investment-Grade-Kategorie, und die Agentur prüft, ob die Maßnahmen zum Abbau des Defizits glaubwürdig genug sind.
Der kommissarische Finanzminister Alexandru Nazare erklärt, Rumänien werde sein Rating behalten, und verweist auf die Haushaltsausführung, die Ausgabenkontrolle sowie die Aufrechterhaltung der durch EU-Mittel finanzierten Investitionen. Der Wirtschaftswissenschaftler Ionuț Dumitru schätzt, dass das Defizit auf 6 % sinken wird, und betont, dass mehr als die Hälfte der erforderlichen Korrektur bereits umgesetzt worden sei.
Der Vorsitzende des Fiskalrats, Daniel Dăianu, ist der Ansicht, dass die makroökonomischen Daten keine Herabstufung rechtfertigen, auch wenn die politische Unsicherheit anhält. S&P wird jedoch die Fähigkeit der Regierung prüfen, die Haushaltskonsolidierung 2027–2028 fortzusetzen.
Die Entscheidung wird institutionelle, wirtschaftliche, externe, fiskalische und monetäre Bewertungen berücksichtigen. Die Agentur warnte, dass eine Verlängerung des politischen Stillstands oder ein Scheitern bei der Einwerbung europäischer Mittel zu einer Herabstufung führen könnte. Citi hält es derzeit für wahrscheinlich, dass das Rating beibehalten wird, sieht jedoch im ersten Quartal 2027 ein höheres Herabstufungsrisiko.
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