Die Nachfrage der Anleger nach rumänischen Staatsanleihen erreichte am Donnerstag etwa 2,5 Milliarden Lei und lag damit fünfmal über dem vom Finanzministerium angekündigten Volumen. Das Ministerium veranstaltete eine Auktion zur Wiedereröffnung einer Emission von Staatsanleihen mit einer Laufzeit von drei Jahren und einem geplanten Wert von 500 Millionen Lei.
Das Finanzministerium vergab etwa eine Milliarde Lei zu einer durchschnittlichen Rendite von 6,81 %, die unter dem am Sekundärmarkt verzeichneten Niveau lag. Finanzminister Alexandru Nazare bezeichnete das Ergebnis als eine der stärksten Überzeichnungen einer Lei-Emission der vergangenen Monate. Seinen Angaben zufolge wurde eine vergleichbare Nachfrage seit Jahresbeginn nicht mehr verzeichnet.
Die Renditen rumänischer Staatsanleihen sanken am Donnerstag auf allen relevanten Märkten. Der Rückgang betrug je nach Laufzeit etwa 10–15 Basispunkte bei den Lei-Emissionen und 5–15 Basispunkte bei den Finanzierungen in Euro und US-Dollar.
Alexandru Nazare erklärte, die Entwicklung sei ein positives Signal, betonte jedoch, dass eine nachhaltige Senkung der Finanzierungskosten von der Stabilität und Berechenbarkeit der Finanz- und Haushaltspolitik abhänge. Für Oktober 2026 plant das Finanzministerium Kredite in Höhe von 5,8 Milliarden Lei bei Geschäftsbanken, die zur Refinanzierung der öffentlichen Schulden und zur Finanzierung des Haushaltsdefizits bestimmt sind.
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