Der Beitritt Rumäniens zum Euroraum hängt in erster Linie von der Haushaltskonsolidierung ab, setzt jedoch auch eine politische Entscheidung und nachhaltige Anstrengungen aller Behörden voraus, erklärte Cristian Popa, Mitglied des Verwaltungsrats der Nationalbank Rumäniens (BNR), am Freitag in Sinaia im Rahmen des Rethink Romania Summit 2026.
Der BNR-Vertreter erklärte, die Senkung des Defizits von etwa 9 % auf 6 % stelle zwar einen Fortschritt dar, doch die Maastricht-Kriterien verlangten ein Haushaltsdefizit von höchstens 3 %. Rumänien habe sich verpflichtet, das Defizit im Zeitraum 2029–2030 unter diese Schwelle zu senken. Erst danach könnte das Land mit seinen europäischen Partnern ernsthaft über den Beitritt zur gemeinsamen Währung sprechen.
Cristian Popa betonte, dass die Erreichung dieses Ziels nicht allein von der Zentralbank abhänge. Der Abbau des Defizits und der öffentlichen Verschuldung sowie die Rückführung der Inflation auf ein mit den europäischen Kriterien vereinbares Niveau erforderten Maßnahmen und Opfer aller Entscheidungsträger.
Die BNR ist technisch auf die Umstellung auf den Euro vorbereitet, auch hinsichtlich der Zahlungssysteme, des Banknotendrucks und in naher Zukunft der Herstellung von Euro-Münzen. Popa befürwortet den Beitritt, weist jedoch darauf hin, dass der Euroraum sowohl Vorteile als auch Nachteile hat.
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