„Die Ergebnisse der von der gesamten Gesellschaft unternommenen Anstrengungen beginnen sichtbar zu werden“, schrieb der kommissarische Ministerpräsident Ilie Bolojan auf seiner Facebook-Seite, nachdem das Nationale Statistikamt (INS) bekannt gegeben hatte, dass die jährliche Inflationsrate im August auf 6,2 % gesunken ist, gegenüber 8,2 % im Juli und 10,4 % im Juni. Er bedauert, dass die Auswirkungen im Alltag der Rumänen dennoch noch nicht ausreichend sichtbar sind.
Bolojan erklärt, dass die Inflation noch stärker gesunken wäre, wenn die Kraftstoffpreise nicht von der externen Krise betroffen gewesen wären. Der Ministerpräsident erwartet, dass der Rückgang dieses Drucks auch die Auswirkungen auf die Preise an den Tankstellen verringern wird.
Nach den Schätzungen der Rumänischen Nationalbank soll die Inflationsrate Ende dieses Jahres 6,1 % und bis Ende 2027 3,4 % erreichen.
Der kommissarische Ministerpräsident sagt außerdem, dass sich das Haushaltsdefizit in den ersten sieben Monaten des Jahres im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025 um 37 % verringert hat, während die öffentlichen Investitionen um 15 Milliarden Lei gestiegen sind. Er weist jedoch darauf hin, dass fast die Hälfte des diesjährigen Defizits, etwa 3 % des BIP, auf Zinsausgaben entfällt.
„Wenn wir das Modell der Defizite und der riesigen Kredite zu immer belastenderen Zinssätzen fortgesetzt hätten, wäre Rumänien in eine unmögliche Lage geraten. Heute bezahlen wir die Rechnung für jene Jahre. Fast die Hälfte des diesjährigen Defizits, rund 3 % des BIP, entfällt ausschließlich auf Zinsausgaben. Das sind Mittel, mit denen Rumänien jedes Jahr eine Autobahn hätte bauen können“, schrieb Bolojan auf Facebook.
Bolojan betont, dass die Maßnahmen zur Verringerung der Defizite und zur Gesundung der öffentlichen Finanzen fortgesetzt werden müssen, damit Rumänien wieder auf den Weg des Wirtschaftswachstums zurückkehrt und sein Potenzial ausschöpft.
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