Die WTA hat sich am Donnerstag entschuldigt, nachdem sie eingeräumt hatte, die Spielerinnen und ihre Trainer nicht darüber informiert zu haben, dass die Mikrofone auf den Trainingsplätzen beim WTA-Finals eingeschaltet waren und den Ton live auf YouTube in Indian Wells übertrugen.
Die Kontroverse brach aus, nachdem die US-Amerikanerin Jessica Pegula, die Nummer fünf der Weltrangliste, dabei zu hören war, wie sie kritische Bemerkungen über die 19-jährige Russin Mirra Andrejewa und deren Trainerin, die ehemalige Wimbledon-Siegerin Conchita Martinez, machte. Pegula bezeichnete Andrejewa als „Diva“ und sagte, sie habe den Respekt vor Martinez verloren, weil diese das Verhalten der Spielerin nicht kritisiert habe.
Die WTA erklärte, sie übernehme die volle Verantwortung. Die Mikrofone hätten lediglich Umgebungsgeräusche aufnehmen sollen. Der Verband räumte ein, nicht die notwendigen Maßnahmen zum Schutz privater Gespräche ergriffen zu haben, und kündigte an, dass die Trainingseinheiten weiterhin übertragen würden, jedoch ohne Ton.
Bei einer anderen Trainingseinheit schien die Weltranglistenerste Jelena Rybakina eine Auseinandersetzung mit ihrem Trainer zu haben. Das WTA-Finals beginnt am Sonntag und bringt die acht besten Einzelspielerinnen sowie die acht besten Doppelpaare der Saison zusammen.
Der Vorfall rückt erneut die Debatte über die Grenzen von Übertragungen aus dem Umfeld von Wettbewerben in den Fokus. Bei den Australian Open forderte Coco Gauff mehr Privatsphäre, nachdem sie in einem als privat geltenden Bereich gefilmt worden war. Iga Swiatek verglich die Behandlung der Spielerinnen mit der Zurschaustellung von Tieren in einem Zoo.
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