Die FIFA hat den Spanischen Fußballverband (RFEF) sanktioniert, nachdem einige spanische Fans während des Unentschiedens im Freundschaftsspiel gegen Ägypten im RCDE-Stadion, der Heimstätte des LaLiga-Klubs Espanyol, anti-muslimische Gesänge angestimmt hatten.
Der internationale Verband verhängte gegen den RFEF eine Geldstrafe und ordnete an, beim nächsten Freundschaftsspiel der spanischen Nationalmannschaft mindestens 15 % der verfügbaren Plätze zu sperren. Die Maßnahme erfolgte, nachdem die Fans „Wer nicht springt, ist Muslim“ skandiert hatten. Der Stadionsprecher sprach eine Warnung aus, zudem wurde auf der Anzeigetafel eine Botschaft gegen diskriminierendes Verhalten eingeblendet.
Lamine Yamal verurteilte die Gesänge, die er als respektlos und intolerabel bezeichnete. Der Fußballer nannte die Verantwortlichen „Ignoranten und Rassisten“. Die spanische Polizei leitete am folgenden Tag Ermittlungen ein, woraufhin die FIFA Disziplinarverfahren gegen den RFEF einleitete.
Der Spanische Fußballverband argumentierte, der Begriff „Muslim“ sei an sich weder beleidigend noch abwertend, und forderte, die Vorfälle auf Grundlage von Artikel 17 des FIFA-Reglements zu prüfen, der politische, ideologische, religiöse oder beleidigende Botschaften betrifft. Die Disziplinarkommission wies das Argument zurück und stellte fest, dass ein Begriff diskriminierend werden kann, wenn er als Beleidigung, Spott oder Ausdruck von Minderwertigkeit verwendet wird – auch ohne eine ausdrückliche Beschimpfung.
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