Die Präsidentin der Republik Moldau, Maia Sandu, erklärte im Rahmen des Moldova Security Forum, dass ihr Land sicherer wäre, wenn es sich mit Rumänien vereinen würde, eine solche Entscheidung jedoch nur mit der Unterstützung der Mehrheit der Bürger getroffen werden könne. Die Staatschefin präzisierte, dass es diese Mehrheit den Umfragen zufolge derzeit nicht gebe.
Maia Sandu sagte, die Debatte über die Vereinigung habe bereits am ersten Tag der Unabhängigkeit der Republik Moldau begonnen und stehe im Zusammenhang mit Geschichte, Identität, Wirtschaft und Sicherheit. Sie verwies auf die Auswirkungen des Molotow-Ribbentrop-Pakts und die zunehmende Bedrohung in der Region, die ihrer Aussage nach das Thema wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt hätten.
Die Präsidentin betonte jedoch, dass es eine Mehrheit zugunsten der europäischen Integration gebe. Ihrer Ansicht nach würde der Beitritt zur Europäischen Union, auch wenn diese kein Verteidigungsbündnis sei, das Sicherheitsniveau der Republik Moldau erhöhen.
Maia Sandu erinnerte auch an die Erklärung, die das rumänische Parlament 2018 anlässlich des hundertsten Jahrestags der Großen Vereinigung verabschiedet hatte, sowie an die Debatten, die im Laufe der Jahre von rumänischen politischen Gruppierungen geführt wurden. Sie bekräftigte, dass jede mögliche Vereinigung von den Bürgern unter Achtung des Willens der Mehrheit beschlossen werden müsse.
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